Der Einsatz von Elektrofahrzeugen zur Veränderung der Alltagsgewohnheiten ist der Kommunikationsschwerpunkt, den die Regierung gewählt hat, um potenzielle zukünftige Nutzer von Elektrofahrzeugen im Rahmen einer nationalen Kampagne zu überzeugen, die Ende Juni startet (und bis September läuft). Der Slogan ist klar: „Elektroautos sind fantastisch!“. Das wichtigste Instrument, das der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird, ist ein Portal mit praktischen Informationen, um das Sozialleasing zu berechnen, eine Ladestation zu finden oder sogar sein zukünftiges Elektroauto zu vergleichen und auszuwählen.

Die Website „electrifions-la-france.gouv.fr“
Die Regierung legt einen Gang zu, um die Vorzüge der Elektromobilität anzupreisen, die die wichtigste Antwort auf die aktuellen wirtschaftlichen und ökologischen Herausforderungen darstellt. Bis zum Start des dritten Sozialleasing-Programms am 16. Juli und der Einführung der Kaufprämie für Elektrofahrzeuge für „Vielfahrer“ Anfang September startet nun eine groß angelegte nationale Kommunikationskampagne. Wichtigstes Instrument: Die Website „electrifions-la-france.gouv.fr“ wurde entwickelt, um konkrete Fragen von Autofahrern zu beantworten, die mit dem Gedanken spielen, auf ein Elektroauto umzusteigen.
Auch wenn der Slogan enthusiastisch und vereinfachend klingt: „Elektroautos sind fantastisch!“, sind die Antworten auf diesem Portal so verfasst, dass sie Sie informieren und Ihnen helfen, die Thematik zu verstehen – wenn schon nicht, um Sie zu beruhigen. Schnelle Navigation.

Kennzahlen
„Einfacher als man denkt: Ein Elektroauto ist leise und sparsam im Betrieb“, heißt es zunächst auf dieser Website, die betont, dass 95 % des in Frankreich erzeugten Stroms CO₂-frei sind. Die Regierung hebt die beeindruckenden Zahlen hervor: „Das Aufladen Ihres Autos zu Hause kostet nur etwa 12 Euro, also weniger als etwa 3 Euro pro 100 km.“ Damit wird deutlich, dass das Aufladen eines Elektroautos derzeit wesentlich kostengünstiger ist als das Tanken von Benzin. Die Vorteile scheinen sowohl für Privathaushalte als auch für Unternehmen unmittelbar zu sein.
Selbst die größten Skeptiker dürften hier Antworten auf ihre Bedenken finden. So findet man unter anderem: 16 km als mittlere Entfernung zwischen Wohnort und Arbeitsplatz; 8 Jahre bzw. 160.000 km als gesetzliche Garantie für die Batterien sowie 1.500 € als durchschnittliche Kosten für die Installation einer Ladestation zu Hause (einschließlich Montage)…

Simulatoren in Hülle und Fülle
Über diese sehr konkreten Fragen und Antworten hinaus bietet die Informationsseite der Regierung Simulatoren an, mit denen Sie Ihre Berechtigung für Sozialleasing (auf Basis des steuerlichen Referenzeinkommens) prüfen oder die Ladezeit Ihres Elektroautos im Alltag ermitteln können. Einer der innovativsten Simulatoren ist das Tool, das Ihnen hilft, Ihr zukünftiges Elektroauto zu vergleichen und auszuwählen.
Anhand Ihrer täglichen Nutzungsgewohnheiten, Ihres Wohnorts (Stadt oder Land) sowie der Anzahl der in der Stadt, auf Landstraßen und auf der Autobahn zurückgelegten Kilometer zeigt Ihnen der Rechner an, ob (je nach Ihrem Einkommen) Kaufzuschüsse verfügbar sind, und schlägt Ihnen anschließend das oder die Elektrofahrzeugmodelle vor, die zu Ihnen passen könnten.
Dieses Musterprofil des idealen Autos ist in einem detaillierten Datenblatt aufgeführt, das alle Angaben zu den möglichen Einsparungen enthält. Für einen 2-Personen-Haushalt würde beispielsweise ein Peugeot e-3008 mit einem Listenpreis von 44.990 € (ohne Rabatte) über einen Zeitraum von 4 Jahren folgende Kosten verursachen: 1.395 € pro Jahr für die Versicherung, 423 € für die jährliche Wartung, was Gesamtkosten von über 8.500 € pro Jahr entspricht (einschließlich Energiekosten, Finanzierung und Wertverlust).

Chinesinnen fehlen bei den „idealen Autos“
Es ist anzumerken, dass diese Liste der „idealen Autos“ kein einziges chinesisches Modell enthält (für deren Batterieproduktion Europa Zölle erhebt), was alle möglichen Vergleiche auf dem aktuellen Markt etwas verzerrt, zumal die aus dem Reich der Mitte importierten Modelle oft die günstigsten sind und und somit attraktiver sind.
Es bleibt zudem abzuwarten, inwieweit diese Website regelmäßig aktualisiert wird, da sich Preise und Tarifänderungen je nach geltender Gesetzgebung oder den Richtlinien der Hersteller ständig ändern.

Karte mit den Ladestationen
Ein weiterer Punkt, der Elektroautofahrern Sorgen bereitet, ist die Möglichkeit, überall schnell aufladen zu können. Die Regierung versichert daher, dass 100 % der Autobahnraststätten mit Schnellladestationen ausgestattet sind, und verspricht bis 2035 22.000 Ladepunkte für Leichtfahrzeuge an den Autobahnraststätten. Eine dynamische Straßenkarte ermöglicht es, Ladestationen in ganz Frankreich zu lokalisieren, um beispielsweise eine lange Reise im Voraus zu planen. Derzeit gibt es landesweit 200.000 öffentliche Ladestationen (und diese Zahl dürfte sich innerhalb von vier Jahren verdoppeln).

Den Umstieg auf Elektrofahrzeuge begleiten
Um diese Website mit praktischen Informationen bekannt zu machen, werden den ganzen Sommer über Beiträge in den Medien und auf digitalen Plattformen veröffentlicht. Außerdem werden sogar Werbeanzeigen auf der Verkaufsplattform „Le Bon Coin“ geschaltet, um den Besuchern bei ihrer Kaufentscheidung zu helfen. Das Ziel dieses sehr informativen Portals ist es, die Elektrifizierung als wesentlichen Konsumstandard zu etablieren, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und die Energieunabhängigkeit durch in Frankreich erzeugten Strom zu stärken. Ein kurzer Besuch auf der Seite kann auf jeden Fall Denkanstöße liefern.

Elektrofahrzeuge werden zum Standard im staatlichen Fuhrpark
Die Regierung will nicht nur Haushalte und Unternehmen davon überzeugen, auf Elektromobilität umzusteigen, sondern hat nun auch das Ende der Verbrennungsmotoren in den Fahrzeugflotten der staatlichen Behörden beschlossen. Mit Ausnahme von Einsatz-, Rettungs- oder Spezialfahrzeugen werden ab dem 1. Januar 2027 alle staatlichen Fahrzeuge elektrisch betrieben. Elektroantriebe werden somit zum Standard für alle leichten Nutzfahrzeuge, unabhängig davon, ob sie neu, gebraucht oder im Leasing erworben wurden – sowohl für Mitarbeiter im Außendienst als auch für Präfekten oder Minister.












